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Photo Credits: ericisselee
wildtiereschuetzen.at Hilfe Hände Weg

Richtiges Verhalten gegenüber jungen Wildtieren

  1. Hände weg! Menschliche Rettungsversuche bedeuten viel Stress für die Jungtiere und bringen viele in Lebensgefahr.
  2. Im Zweifelsfall ist das Tier versorgt und benötigt keine menschliche Hilfe.
  3. Nach der Entdeckung sollte man sich schnell wieder entfernen, sonst hält man die Eltern von der Versorgung der Kleinen ab.
  4. Beobachtungen nur aus sehr großer Entfernung!
  5. Nur verletzte junge Wildtiere und Jungtiere in unmittelbarer Nähe eines verunglückten Muttertiers benötigen Hilfe!
  6. Keine Versorgung durch LaiInnen – schon falsches Futter endet für die meisten Jungtiere tödlich.
Photo Credits: Rosa Jay
  • Photo Credits: Christian Houdek/PID
    "Leider kommt es oft zu Missverständnissen, die für Jungtiere tragisch enden, weil SpaziergängerInnen falsch reagieren – die meisten Tiere brauchen unsere Hilfe nicht! Mit der Informationsoffensive „Hände weg von jungen Wildtieren“ will die Stadt Wien hier verstärkt für Aufklärung sorgen“.
    Ulli Sima
    Wiener Tierschutzstadträtin
  • Photo Credits: MA60
    „Allein im Jahr 2016 wurden über 700 Jungvögel, ca. 70 Eichhörnchen, 30 Junghasen und drei Rehkitze zu uns gebracht, die eigentlich keine menschliche Hilfe benötigt hätten. Sie alle wurden so der tierelterlichen Pflege und eines wildtiergerechten Lebens beraubt.“
    Ruth Jily
    Leiterin MA 60 – Veterinärdienste der Stadt Wien
  • Photo Credits: MA49
    „Nur selten sind junge Wildtiere tatsächlich von den Eltern verlassen. Ganz im Gegenteil: Für fast alle Jungtiere ist es völlig natürlich, auf die elterliche Pflege zu warten. Menschliche Eingriffe können tödlich enden!“
    Andreas Januskovecz
    Forstdirektor (MA 49)

Hilf mir, indem du mir nicht hilfst:

Junger Feldhase

Als Nestflüchter leben die Junghasen allein, aber nicht verlassen – das Muttertier kommt ein bis zwei Mal pro Tag, um ihre Jungen zu säugen. Zum Schutz vor Feinden ducken sich die Jungtiere in flache Mulden. Bitte nicht angreifen – das Muttertier kann seine Jungen sonst nicht mehr am Geruch erkennen.

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Photo Credits: ©NÖLJV

Rehkitz

Die hellen Flecken auf dem Rücken dienen dem Rehkitz zur Tarnung, wenn es allein in der Wiese liegt. Mutter Reh kommt nur ein bis zwei Mal pro Tag, um es zu säugen, ist aber immer in der Nähe, um im Bedarfsfall die Aufmerksamkeit sich nähernder Feinde auf sich zu lenken. Bitte nicht angreifen – Menschengeruch bedeutet Gefahr, und das Reh würde sein Kitz verstoßen!

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Photo Credits: ericisselee

Entenkücken

Unmittelbar nach dem Schlüpfen führt die Entenmutter ihre Kinderschar zur nächstgelegenen Wasserstelle. Dies kann ein gefährlicher weiter Weg werden, so sich das Muttertier einen unpassenden Brutplatz wie z.B. Balkone ausgesucht hat. Vermeiden Sie das Brüten an „ungeeigneten“ Nistplätzen und entfernen Sie das Nest.

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Photo Credits: Sascha Burkard

Krähenjunges

Krähen sind sehr sozial und keine Einzelgänger. Die Eltern passen auf ihre Jungen solange auf, bis sie vollkommen selbstständig sind. Bitte Abstand halten – in der Regel brauchen die Nestlinge keine menschliche Hilfe.

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Photo Credits: Evgenyi

Vogelkind im „Vorschulalter“

Oft trainieren Jungvögel durch Herumhüpfen ihre Muskeln. Die Eltern sind dabei immer in der Nähe. Sitzt ein Jungvogel jedoch mitten auf der Straße, bitte aus der Gefahrenzonen heben – setzen sie das Tier in der Nähe des Fundortes ab, sodass die Eltern den kleinen Piepmatz leicht wiederfinden! Da Vögel ihre Kinder nicht am Geruch erkennen, dürfen Jungvögel im Bedarfsfall vorsichtig mit der Hand angegriffen werden.

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Photo Credits: Art of Life

Taube

Bitte Tauben nicht füttern, Brot oder Lebensmittelreste führen zu Erkrankungen.

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Photo Credits: Gallinago_media
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Informationen zu Wildtieren in Wien finden Sie auf

Bitte weitersagen!

Kompetente Stellen zur Pflege und Aufzucht von Tieren:

Wiener Tierschutzverein

Triester Straße 8
2331 Vösendorf
+43 1 699 24 50

office@wiener-tierschutzverein.org
www.wiener-tierschutzverein.org

Wildtierhilfe Wien

Althanstraße 29-31/1/R04
1090 Wien
+43 676 382 15 28
(erreichbar Mo – So, 8 – 13 Uhr)

office@wildtierhilfe-wien.at
www.wildtierhilfe-wien.at

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